Musikverlag Kliment
Porzellangasse 14-16 / Stiege 3 / Tür 1/I, 1090 Wien, Österreich, Tel. +43 681 102 344 03, Pierer-Kl
Startseite | Suche | Warenkorb | Mein Konto | Anmelden English|Español|Français|Italiano|Nederlands
 Katalog
Stichwortsuche:
Noten
CDs
Bücher
Musikverlag Donautal
Edition Franz Moser
Int. Notendatenbank
 Infos
Komponisten
Wertungsstücke
Abkürzungen
Über uns
Kontakt/AGB
Notenblätter/PartiturenNotenblätter/Partituren
Schönfeld-Marsch - klicken für größeres Bild
klicken für größeres Bild
Schönfeld-Marsch - Notenbeispiel
Notenbeispiel
Titel Schönfeld-Marsch
Kategorie Blasorchester/HaFaBra
Unterkategorie Strassenmarsch
Besetzung Ha (Blasorchester)
Besetzungsart/Infos MBF (Marschbuch-Format)
Format/Umfang DirStm (Direktionsstimme und Stimmen)
Verlags-Artikelnr. 46
Erscheinungsjahr 1993
Komponist Ziehrer, Carl Michael
Arrangeur Schadenbauer, Hans
Werkeverzeichnis op.422
Schwierigkeitsgrad 3
Selbstwahlliste-Grad PWM-at (Literaturliste Polka, Walzer, Marsch)
Dauer 3:10
Zusatzinfo/Inhalt Der Schönfeld-Marsch (Op. 422) von Carl Michael Ziehrer ist ein klassischer österreichischer Militärmarsch aus dem 19. Jahrhundert, der durch seine lebendige 6/8-Takt-Melodie und rhythmische Prägnanz bekannt wurde. Die Bearbeitung durch Hans Schadenbauer für Blasorchester hob die melodische Klarheit und dynamische Vielfalt hervor, wodurch das Werk sowohl in konzertanter als auch militärischer Praxis an Bedeutung gewann.

(© musicainfo.net)
Notenbeispiel Notenbeispiel hier klicken
Tonbeispiel
Videobeispiel Kennen Sie ein Video, das diesen Artikel gut demonstriert? Bitte nennen Sie uns den Link oder schicken Sie uns das Video per E-Mail (office@kliment.at) oder Post. Danke.
Externer Link externer Link https://replug.link/971aa1e7
Lieferbar ja ja
Programmnotizen: Ergänzungstext

Der „Schönfeld-Marsch“ von Carl Michael Ziehrer: Entstehungsgeschichte, Bearbeitung durch Hans Schadenbauer und Bedeutung für Blasorchester

Der Schönfeld-Marsch, Op. 422, zählt zu den bekanntesten Werken des österreichischen Komponisten Carl Michael Ziehrer. Das Stück entstand im späten 19. Jahrhundert und ist Feldzeugmeister Anton Freiherr von Schönfeld gewidmet, der von 1889 bis 1894 als Korpskommandant und kommandierender General des II. Korps diente. Die Entstehungsgeschichte des Marsches ist von einer Anekdote geprägt: Ziehrer soll den Marsch innerhalb kürzester Zeit komponiert haben, nachdem Schönfeld nach einem ihm versprochenen Werk gefragt hatte. Ursprünglich als „Freiherr von Schönfeld-Marsch“ betitelt, entwickelte sich das Stück schnell zu einem der erfolgreichsten Militärmärsche Österreichs und wurde zum niederösterreichischen Traditionsmarsch des Infanterie-Regiments Nr. 6. Seine Uraufführung fand am 16. Oktober 1890 in einem Novitäten-Konzert statt, wo er sofort große Anerkennung erfuhr.

Carl Michael Ziehrer, der zunächst den Beruf des Hutmachers erlernte, bevor er sich der Musik widmete, schuf mit dem Schönfeld-Marsch ein Werk, das bis heute als Klassiker der österreichischen Marschmusik gilt. Der Marsch ist im 6/8-Takt gehalten, was ihm einen besonders beschwingten und mitreißenden Charakter verleiht – eine typische Eigenschaft der Wiener Marschtradition.

Die Bearbeitung von Hans Schadenbauer für Blasorchester

Die Bearbeitung des Schönfeld-Marsches durch Hans Schadenbauer hat maßgeblich zu dessen Verbreitung und Popularität in der modernen Blasorchesterpraxis beigetragen. Schadenbauer, ein renommierter Dirigent und Arrangeur, leitete das C.M. Ziehrer Orchester und nahm den Marsch im Jahr 2010 für das Album „Märsche Aus Dem Kaiserlichen Wien“ auf. Diese Aufnahme dokumentiert nicht nur die historische Aufführungspraxis, sondern zeigt auch Schadenbauers interpretatorische und klangliche Besonderheiten auf.

In seiner Bearbeitung passte Schadenbauer die Originalpartitur für modernes Blasorchester an, wobei er besondere Sorgfalt auf die Balance zwischen Holz- und Blechbläsern legte. Die Bearbeitung betont die melodische Klarheit der Hauptthemen und verstärkt die rhythmische Prägnanz durch präzise Akzentuierung in den Percussion-Stimmen. Die Interpretation unter Schadenbauer zeichnet sich durch eine differenzierte Dynamik aus, die den Marsch sowohl als konzertantes Werk als auch als Umzugsmusik geeignet macht. Die Artikulation folgt dabei der Wiener Tradition, mit punktierten Rhythmen und klaren Staccato-Passagen.

Schadenbauers Einspielungen mit dem C.M. Ziehrer Orchester gelten als Referenzaufnahmen. Sie zeigen, wie der Marsch sowohl in konzertanter Besetzung als auch in militärischer Tradition wirksam eingesetzt werden kann. Die Aufnahmen sind auf Plattformen wie YouTube und Musikstreaming-Diensten verfügbar und dienen vielen Blasorchestern als Vorbild.

• Rezeption und Bedeutung für die Blasorchesterliteratur

Der Schönfeld-Marsch ist heute ein fester Bestandteil des Repertoires vieler Blasorchester, insbesondere in Österreich und Deutschland. Die Bearbeitung von Hans Schadenbauer hat dazu beigetragen, dass das Werk nicht nur als historischer Militärmarsch, sondern auch als modernes Konzertstück wahrgenommen wird. Seine eingängige Melodie, die rhythmische Vitalität und die flexible Instrumentierung machen ihn zu einem beliebten Programmpunkt bei Platzkonzerten, Festumzügen und Jubiläen.

Der Marsch verbindet die historische Wiener Marschtradition mit den Anforderungen moderner Blasorchester. Schadenbauers Bearbeitung ermöglicht es Ensembles unterschiedlicher Größe und Besetzungsstärke, das Werk authentisch zu interpretieren. Aufgrund seiner klaren Struktur und technischen Machbarkeit eignet sich der Schönfeld-Marsch auch für Nachwuchsorchester und Musikschulen. Er dient häufig als Einstiegswerk in die Marschliteratur. Als niederösterreichischer Traditionsmarsch ist der Schönfeld-Marsch ein Symbol für die regionale Musikpflege und wird bei offiziellen Anlässen und Militärparaden gespielt.

• Der Schönfeld-Marsch von Carl Michael Ziehrer ist ein Meisterwerk der österreichischen Marschmusik, das durch die Bearbeitung von Hans Schadenbauer eine Renaissance erlebte. Die Kombination aus historischer Bedeutung, musikalischer Qualität und praktischer Aufführbarkeit macht ihn zu einem unverzichtbaren Bestandteil der Blasorchesterliteratur. Schadenbauers Interpretation setzt Maßstäbe für die moderne Rezeption und zeigt, wie traditionelle Märsche durch zeitgemäße Arrangements neue Hörerschichten erreichen können. •

Text: musicainfo.net (KI)

Quellen/Sources:
Anzenberger.info: Schönfeld-Marsch
Wikipedia: Freiherrn von Schönfeld
Shazam: Schönfeld-Marsch
Korrektur im Text oder Fehler im Datensatz melden.

Um die Tonbeispiele anzuhören, benötigen Sie einen MP3-Spieler, den Sie kostenlos herunterladen können, z.B.:

Empfehlungen:
Requiem von Julius Fucik, arr. Eduard Scherzer - hier klicken
Created by MusicaInfo.net