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Am Sportplatz (Na ihrisku) - klicken für größeres Bild
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Am Sportplatz (Na ihrisku) - Notenbeispiel
Notenbeispiel
Titel Am Sportplatz (Na ihrisku)
Kategorie Blasorchester/HaFaBra
Unterkategorie Konzertmusik
Besetzung Ha (Blasorchester)
Format/Umfang PrtStm (Partitur und Stimmen)
Verlags-Artikelnr. KL 1843
Verkaufspreis 96,00 EUR (inkl. 10 % österr. USt.)
Komponist Padivy, Karol
Schwierigkeitsgrad 4+
Dauer 4:29
Zusatzinfo/Inhalt „Am Sportplatz“ von Karol Padivy verbindet Sport und Musik durch schnelles Tempo, regelmäßigen Rhythmus, Dynamik und technische Herausforderungen. Die Tarantella im 2/4-Takt und im Presto vermittelt Bewegung, Energie und Spannung. Die anspruchsvollen Passagen stehen für Training, Disziplin und Leistungsfähigkeit. Durch das präzise Zusammenspiel des Blasorchesters entsteht ein musikalischer Bewegungsablauf, der sportliche Eigenschaften wie Schnelligkeit, Konzentration und Ausdauer klanglich darstellt.
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Programmnotizen: Ergänzungstext

fSport als musikalische Bewegung in „Am Sportplatz“

Sport und Musik verbindet ein grundlegendes Prinzip: Bewegung. Im Sport ist Bewegung unmittelbar körperlich erfahrbar, in der Musik wird sie durch Rhythmus, Tempo, Metrum, Dynamik und Artikulation gestaltet. Musikalische Bewegungen können den Eindruck von Laufen, Beschleunigung, Anstrengung, Spannung oder Entlastung vermitteln. Dabei muss die Musik keine konkrete Sportart abbilden. Sie kann vielmehr typische Eigenschaften des Sports, etwa Energie, Koordination, Leistungsbereitschaft und Wettbewerb, in Klang übersetzen.

• Sport und Musik: Bewegung als gemeinsames Grundprinzip

Ein aussagekräftiges Beispiel dafür ist das Intermezzo „Am Sportplatz“, im Original „Na ihrisku“, von Karol Padivy. Das etwa 4 1/2-minütige Werk für Höchststufenblasorchester ist als Tarantella komponiert. Es steht im 2/4-Takt und wird im Tempo Presto mit 1/4 = 200 ausgeführt. Bereits diese Angaben weisen auf einen schnellen, bewegten und technisch anspruchsvollen musikalischen Ablauf hin. Die sportliche Thematik wird somit nicht allein durch den Titel vermittelt, sondern ist in wesentlichen kompositorischen und interpretatorischen Eigenschaften des Werkes verankert.

• Die Tarantella als musikalisches Bewegungsmodell

Die Tarantella bietet hierfür eine geeignete Grundlage. Ihr charakteristischer Bewegungsimpuls ist meist schnell, tänzerisch und vorwärtsdrängend. Der 2/4-Takt erzeugt eine klare metrische Ordnung, die an regelmäßige Schrittfolgen erinnert. Die Musik erhält dadurch einen ausgeprägten Bewegungscharakter. In Verbindung mit dem Presto entsteht eine hohe Ereignisdichte: Motive, rhythmische Figuren und Einsätze müssen rasch erfasst und präzise ausgeführt werden. Die musikalische Zeit scheint sich zu verdichten, ähnlich wie bei einer sportlichen Situation, in der schnelle Reaktionen und unmittelbare Entscheidungen erforderlich sind.

• Technische Anforderungen als Ausdruck von Leistung

Das Tempo von 1/4 = 200 verlangt von den Musizierenden ein hohes Maß an technischer Sicherheit. Schnelle Tonfolgen, präzise Artikulationen und ein genaues Zusammenspiel sind nur durch intensive Vorbereitung und kontrollierte Ausführung möglich. Diese Anforderungen besitzen auch eine inhaltliche Bedeutung. Sie können mit den Voraussetzungen sportlicher Leistung verglichen werden: Training, Disziplin, Koordination und Ausdauer. Die technische Schwierigkeit wird dadurch zu einem Bestandteil des Ausdrucks. Sie stellt nicht lediglich eine spielpraktische Herausforderung dar, sondern unterstützt die Vorstellung von körperlicher Aktivität und Leistungsfähigkeit.

• Rhythmus und Metrum als musikalischer Bewegungsablauf

Besonders wichtig ist das Verhältnis von Regelmäßigkeit und Variation. Der 2/4-Takt schafft einen stabilen Bewegungsrahmen. Wiederkehrende rhythmische Muster können an gleichmäßige Schritte oder wiederholte sportliche Bewegungsabläufe erinnern. Gleichzeitig verhindern wechselnde Figuren, Akzente und musikalische Entwicklungen einen statischen Eindruck. Die Bewegung bleibt lebendig und erhält unterschiedliche Intensitätsgrade. Dadurch kann der musikalische Verlauf an einen sportlichen Ablauf erinnern, in dem sich konzentrierte Vorbereitung, schnelle Aktion und kurze Entlastung abwechseln.

• Dynamik zwischen Energie und Entlastung

Auch die Dynamik trägt zur Darstellung sportlicher Aktivität bei. Sport ist nicht ausschließlich durch maximale Kraft gekennzeichnet. Zwischen Phasen hoher Anstrengung liegen Momente der Sammlung oder Vorbereitung. Musikalisch können solche Übergänge durch Crescendi, dynamische Rücknahmen und kontrastierende Klangflächen gestaltet werden. Eine Steigerung der Lautstärke kann den Aufbau von Spannung oder die Zunahme körperlicher Anstrengung verdeutlichen. Akzente können wichtige Bewegungsimpulse hervorheben, während zurückgenommene Passagen eine vorübergehende Entlastung darstellen.

• Das Blasorchester als Klangkörper der sportlichen Bewegung

Die Besetzung für Höchststufenblasorchester erweitert die klanglichen Möglichkeiten. Holzblasinstrumente können durch bewegliche und virtuose Figuren zur Leichtigkeit und Schnelligkeit beitragen. Blechbläser verleihen dem Klang durch ihre Kraft und Fülle Nachdruck. Das Schlagwerk kann den rhythmischen Impuls verstärken und die metrische Ordnung deutlich markieren. Entscheidend ist jedoch das koordinierte Zusammenspiel aller Register. Wie in einer Mannschaft müssen die einzelnen Stimmen ihre jeweilige Aufgabe erfüllen und zugleich aufeinander reagieren. Erst durch diese gemeinsame Präzision entsteht ein geschlossener musikalischer Bewegungsablauf.

• „Am Sportplatz“ als musikalische Interpretation des Sports

Der Titel „Am Sportplatz“ eröffnet einen außermusikalischen Vorstellungsraum. Das Werk muss jedoch keine konkrete Sporthandlung tonmalerisch nacherzählen. Padivy interpretiert den Sport vielmehr über seine grundlegenden Eigenschaften. Schnelligkeit, Beweglichkeit, Spannung, technische Beherrschung und gemeinschaftliche Koordination werden in musikalische Strukturen übertragen. Das Presto vermittelt unmittelbare Aktivität, der 2/4-Takt eine regelmäßige Bewegungsordnung, und die Tarantella verbindet diese Elemente mit einem tänzerischen Vorwärtsdrang.

• „Am Sportplatz“ zeigt damit, dass sportliche Bewegung in der Musik nicht nur durch programmatische Inhalte, sondern vor allem durch musikalische Gestaltungsmittel erfahrbar wird. Tempo, Rhythmus, Dynamik, technische Anforderungen und orchestrale Zusammenarbeit bilden gemeinsam die Grundlage der Interpretation. Der Sport ist in diesem Werk daher nicht lediglich Thema, sondern zugleich ein strukturelles Prinzip: Die Musik bewegt sich wie eine sportliche Handlung, entwickelt Energie und Spannung und verlangt von den Ausführenden ein hohes Maß an Präzision und Ausdauer. •

Text: © musicainfo.net (KI)

Tags:

Sport und Athleten
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