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Accelerationen Walzer - Notenbeispiel
Notenbeispiel
Titel Accelerationen Walzer
Kategorie Blasorchester/HaFaBra
Unterkategorie Konzertwalzer
Besetzung Ha (Blasorchester)
Format/Umfang PrtStm (Partitur und Stimmen)
Verlags-Artikelnr. KL 2108
Erscheinungsjahr 2011
Verkaufspreis 149,00 EUR (inkl. 10 % österr. USt.)
Komponist Strauss, Johann Sohn
Arrangeur Schweiger, Peter
Werkeverzeichnis Op.234
Schwierigkeitsgrad 4
Selbstwahlliste-Grad A4 (Einstufung Österreich Stufe D); PWM-at (Literaturliste Polka, Walzer, Marsch)
Dauer 8:40
Zusatzinfo/Inhalt Der Accelerationen-Walzer, op. 234, entstand 1860 und wurde am 14. Februar desselben Jahres im Wiener Sophiensaal uraufgeführt. Das Werk war dem Technikerball der Hörer der Technik an der Hochschule zu Wien gewidmet und spiegelt den Zeitgeist der Industrialisierung wider. Peter Schweigers Bearbeitung für Blasorchester macht das Werk für die moderne Blasmusikszene zugänglich. Sein Arrangement betont die klangliche Vielfalt des Blasorchesters, insbesondere das mechanische Stampfen der Einleitung, und setzt das Accelerando durch eine Steigerung von Lautstärke und Tempo um. Die Walzerpartien bleiben durch klare Melodieführung und harmonische Begleitung geprägt.

(he)
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Der Accelerationen-Walzer von Johann Strauss Sohn: Eine historische und musikalische Betrachtung unter besonderer Berücksichtigung der Bearbeitung für Blasorchester durch Peter Schweiger

Der Accelerationen-Walzer, op. 234, von Johann Strauss Sohn zählt zu den innovativsten Werken des Komponisten und spiegelt den Zeitgeist der Industrialisierung wider. Das Werk entstand im Jahr 1860 und wurde am 14. Februar desselben Jahres im Sophiensaal in Wien uraufgeführt. Die Uraufführung fand anlässlich des Technikerballs der Hörer der Technik an der Hochschule zu Wien statt, was die enge Verbindung des Walzers zur technischen Moderne unterstreicht.

Die Entstehungsgeschichte des Accelerationen-Walzer ist von einer populären Anekdote geprägt, die besagt, Strauss habe die Inspiration für das Werk während eines Besuchs in einer Dampfmaschinenfabrik erhalten. Das rhythmische Stampfen der Maschinen soll ihn zu den charakteristischen Klängen der Einleitung angeregt haben. Strauss selbst dementierte diese Geschichte jedoch in einem Brief an den Komponisten Peter Cornelius. Er betonte, dass die musikalische Idee nicht auf einer direkten Beobachtung von Maschinen beruhe, sondern eine künstlerische Interpretation des technischen Fortschritts darstelle.

Musikalisch zeichnet sich der Accelerationen-Walzer durch mehrere Besonderheiten aus. Die Einleitung ist von einem stampfenden, mechanisch anmutenden Rhythmus geprägt, der an das Klopfen von Maschinen erinnert. Dieser Abschnitt mündet in ein plötzliches Accelerando, das den Übergang zur ersten Walzerpartie markiert. Dieses Tempowechsel ist eine Seltenheit in der Walzermusik und verleiht dem Werk eine dynamische Spannung. Die formale Gestaltung des Walzers folgt der klassischen Fünfteiligkeit, wobei die einzelnen Walzerpartien durch kontrastierende Melodien und harmonische Wendungen verbunden sind. Die sorgfältige Durchgestaltung der Themen und die differenzierte Instrumentierung unterstreichen die musikalische Qualität des Werks.

Die Bearbeitung von Peter Schweiger für Blasorchester

Die Bearbeitung des Accelerationen-Walzer für Blasorchester durch Peter Schweiger ist von besonderer Bedeutung, da sie das Werk für die moderne Blasmusikszene zugänglich macht. Schweigers Arrangement betont die klangliche Vielfalt des Blasorchesters und stellt das mechanische Stampfen der Einleitung durch den Einsatz von tiefen Blechbläsern und Perkussion besonders heraus. Das Accelerando wird durch eine schrittweise Steigerung der Lautstärke und des Tempos umgesetzt, was die Beschleunigung akustisch erlebbar macht. Die Walzerpartien sind durch klare Melodieführung in den Holzbläsern und harmonische Begleitung in den Blechbläsern geprägt, wobei die Klangbalance des Originals gewahrt bleibt.

In der Tradition der Wiener Walzer hebt sich der Accelerationen-Walzer durch seine programmatische Idee und technische Innovation ab. Während andere Werke von Strauss, wie „An der schönen blauen Donau“ oder der „Kaiserwalzer“, eher lyrisch und tanzbetont sind, verbindet der Accelerationen-Walzer Industrialisierung und Musik auf einzigartige Weise. Er zeigt Strauss’ Fähigkeit, gesellschaftliche Strömungen in seine Kompositionen einfließen zu lassen, ohne die Tanzbarkeit und musikalische Eleganz zu vernachlässigen.

Die Interpretation des Accelerationen-Walzers durch Blasorchester erfordert eine präzise Artikulation und ein feines Gespür für die dynamischen Nuancen, um die charakteristische Beschleunigung überzeugend darzustellen. Dirigentinnen und Dirigenten müssen besonders auf das Zusammenspiel von Bläsern und Schlagwerk achten, um die rhythmische Struktur klar herauszuarbeiten und die Spannung im Verlauf des Werkes kontinuierlich zu steigern. Darüber hinaus stellt die differenzierte Instrumentierung hohe Anforderungen an die Klangbalance, da die klanglichen Farben der Holz- und Blechbläser sorgfältig aufeinander abgestimmt sein müssen. Die Bearbeitung von Schweiger bietet hier vielfältige Möglichkeiten zur klanglichen Gestaltung, die das ursprüngliche Walzergefühl mit modernen klanglichen Mitteln verbinden. Für Ensembles eröffnet dies neue Perspektiven im Repertoire, insbesondere im Hinblick auf anspruchsvolle Konzertprogramme, die sowohl traditionelle als auch innovative Werke integrieren möchten.

Zusammenfassend ist der Accelerationen-Walzer ein Meisterwerk der Programmmusik im Walzergenre. Seine Entstehungsgeschichte, die Widmung an die Techniker der Wiener Hochschule und die musikalische Umsetzung des technischen Fortschritts machen ihn zu einem kulturellen Dokument der Industrialisierung. Die Bearbeitung von Peter Schweiger für Blasorchester unterstreicht die Aktualität und Flexibilität des Werks und ermöglicht eine neue Hörerfahrung, die traditionelle und moderne Elemente vereint.

Text: musicainfo.net (KI)

Quellen/Sources:
Wikipedia: Accelerationen
WJSO: Johann Strauss (Sohn) - Accellerationen / Walzer op. 234 (1860)
Franz Mailer "Johann Strauß", kommentiertes Werkverzeichnis, Seite 10. Pichler Sachbuch
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