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Im Märchenschloss - klicken für größeres Bild
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Titel Im Märchenschloss
Kategorie Blasorchester/HaFaBra
Unterkategorie Konzertmusik
Besetzung Ha (Blasorchester)
Format/Umfang DirStm (Direktionsstimme und Stimmen)
Verlags-Artikelnr. Kl.2259
Komponist Rechberger, Manfred
Dauer 4:54
Zusatzinfo/Inhalt Wunderschönes Werk des steirischen Komponisten Manfred Rechberger.
Ein bezauberndes Märchenschloss wird musikalisch vorgestellt.
Besonderes Highlight: das Duett der (Posaunen-) Schlossgeister!
Romantik und Gänsehaut pur!

Quelle/Source: Kiment Musikverlag
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Programmnotizen: Ergänzungstext

Im Märchenschloss von Manfred Rechberger – Eine musikalische Analyse

Die Komposition Im Märchenschloss des steirischen Komponisten Manfred Rechberger ist ein faszinierendes Werk für Blasorchester, das durch seine bildhafte Klangsprache und dramaturgische Feinheit überzeugt. Mit einer Spieldauer von etwa fünf Minuten entführt das Stück die Zuhörer in eine mystische Welt, in der ein bezauberndes Märchenschloss zum Leben erwacht. Besonders prägnant ist das Duett der Posaunen, das als musikalische Verkörperung der Schlossgeister fungiert und dem Werk eine einzigartige Klangfarbe verleiht.

Aufbau und musikalische Struktur

Das Werk ist klar strukturiert und folgt einer dramaturgisch durchdachten Abfolge, die durch Tempowechsel, Tonartwechsel und dynamische Kontraste geprägt ist.

Die Einleitung beginnt in B-Dur mit einem Tempo von Viertel gleich 80. Hier entsteht eine ruhige, fast geheimnisvolle Atmosphäre, die an ein verzaubertes Schloss erinnert. Die Holzbläser entfalten sanfte Melodielinien, während die Blechbläser harmonische Begleitfiguren spielen.

Bei Buchstabe B beschleunigt sich das Tempo auf Viertel gleich 115. Die Musik gewinnt an Lebendigkeit, und das Märchenschloss scheint zum Leben zu erwachen. Die Rhythmen werden prägnanter, und die Melodieführung wird zunehmend von den Blechbläsern dominiert.

Ein markanter Tonartwechsel nach Des-Dur bei Buchstabe D leitet einen dramatischen Höhepunkt ein. Die Harmonien werden komplexer, und die Dynamik steigt an. In diesem Abschnitt kommt das Posaunenduett erstmals deutlich zur Geltung und übernimmt die Rolle der Schlossgeister.

Bei Buchstabe E wechselt die Tonart nach Es-Dur, und das Tempo verlangsamt sich auf Viertel gleich 85. Dieser Abschnitt wirkt kontemplativ und traumhaft. Die Posaunen entfalten ein Dialogspiel, das an eine geheimnisvolle Unterhaltung der Geister erinnert.

Der Abschnitt bei Buchstabe G ist als Grave gekennzeichnet und schafft eine düstere, fast bedrohliche Stimmung. Die tiefen Register der Posaunen und Tuben dominieren, während die Holzbläser nur noch sporadisch Akzente setzen.

Bei Buchstabe H beschleunigt sich das Tempo erneut auf Viertel gleich 122, was einen energiegeladenen und triumphierenden Höhepunkt einleitet. Die Musik mündet schließlich in eine D.S. al Coda auf Buchstabe B und endet mit einer Wiederholung des Anfangsthemas, das durch die vorherigen Entwicklungen eine neue Tiefe erhält.

Das Posaunenduett: Die Schlossgeister

Ein zentrales Element von Im Märchenschloss ist das Duett der Posaunen, das als musikalische Repräsentation der Schlossgeister fungiert. Rechberger nutzt die klangliche Vielseitigkeit der Posaunen, um eine fast dialogische Interaktion zwischen den beiden Instrumenten zu schaffen.

Die Posaunen spielen oft in eng geführten Intervallen, was einen geheimnisvollen, fast flüsternden Charakter erzeugt. Durch den Einsatz von Dämpfern und dynamischen Nuancen entsteht der Eindruck, als würden die Geister durch die Gänge des Schlosses wandeln. Das Duett tritt besonders in den Tonartwechseln nach Des-Dur und Es-Dur sowie im Grave-Abschnitt in den Vordergrund. Hier wird es zum Träger der Handlung, indem es die Stimmung zwischen Mystik, Bedrohung und Zauber wechseln lässt.

Technisch gesehen schreibt Rechberger für die Posaunen schnelle Läufe, Glissandi und akzentuierte Synkopen, die den Charakter der Geister als unberechenbar und spielerisch unterstreichen.

Dramaturgie und Klangmalerei

Rechbergers Komposition besticht durch ihre klangmalerische Qualität. Jeder Abschnitt des Werkes ist mit einer bestimmten Stimmung oder Szene verbunden:

Die Einleitung in B-Dur lässt das Schloss erwachen, während sanfte Holzbläser und harfenartige Klänge der Blechbläser eine magische Atmosphäre schaffen. Bei Buchstabe B kommt das Schloss in Bewegung, und lebhafte Rhythmen sowie fanfarenartige Motive dominieren. Bei Buchstabe D erscheinen die Geister, und das Posaunenduett übernimmt mit mystischen Klängen die Führung. Der Abschnitt bei Buchstabe E bietet einen Moment der Besinnung, in dem die Geister sich leise zuflüstern scheinen. Im Grave-Abschnitt bei Buchstabe G verdunkelt sich die Stimmung, während tiefe Blechbläser und dissonante Harmonien eine bedrohliche Atmosphäre erzeugen. Der triumphierende Höhepunkt bei Buchstabe H lässt das Schloss schließlich in vollem Glanz erstrahlen.

* Im Märchenschloss von Manfred Rechberger ist ein meisterhaftes Beispiel für programmatische Blasorchestermusik. Durch den geschickten Einsatz von Tonartwechseln, Tempokontrasten und dem Posaunenduett gelingt es dem Komponisten, eine lebendige Klangwelt zu erschaffen, die den Zuhörer in die magische Atmosphäre eines Märchenschlosses versetzt. Besonders das Duett der Posaunen verleiht dem Werk eine einzigartige Note und macht es zu einem Highlight im Repertoire für Blasorchester. Für Dirigenten und Musiker bietet das Werk nicht nur eine klangliche Bereicherung, sondern auch die Möglichkeit, durch präzise Artikulation und dynamische Gestaltung die magische Welt des Märchenschlosses zum Klingen zu bringen. *

Text: musicainfo.net (KI)
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