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Malapou - Galopp - klicken für größeres Bild
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Malapou - Galopp - Notenbeispiel
Notenbeispiel
Titel Malapou - Galopp  NEU! 
Kategorie Blasorchester/HaFaBra
Unterkategorie Galopp
Besetzung Ha (Blasorchester)
Format/Umfang PrtStm (Partitur und Stimmen)
Verlags-Artikelnr. KL 2328
Verkaufspreis 65,00 EUR (inkl. 10 % österr. USt.)
Komponist Lanner, Josef
Arrangeur Ebner, Stefan
Werkeverzeichnis op.148/1
Zusatzinfo/Inhalt Josef Lanner schrieb den Malapou - Galopp, op.148 Nr. 1 Ende 1839. Im Sommer trat eine Gruppe von Bajaderen aus Indien, Priesterinnen der Pagode von Tindivina-Purum in Wien auf.
Die Theaterzeitung vom 15.7. erklärte die einzelnen Tänze, bei Malapou handelt es sich demnach um "... die Freude der Schäfer und Schäferinnen bei der Rückkehr des Frühlings und ihre Gefühle und ihren Dank an die Göttin des Ackerbaus Bounudivi, zu deren Ehre die Ceremonie aufgeführt wird."
Erste Aufführungen dürften im Januar 1840 in den "Localitäten zur Goldenen Birn" gewesen sein.
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Videobeispiel https://www.youtube.com/watch?v=vB9BjGPx2GY
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Programmnotizen: Ergänzungstext

Malapou Galopp op. 148/1 von Josef Lanner – Historische und musikalische Analyse unter besonderer Berücksichtigung der Bearbeitung für Blasorchester durch Stefan Ebner

Der Malapou Galopp op. 148/1 von Josef Lanner zählt zu den markanten Werken der Wiener Tanzmusik des 19. Jahrhunderts. Entstanden im Jahr 1839, spiegelt die Komposition nicht nur den typischen Schwung und die Lebensfreude der Wiener Galopp-Tradition wider, sondern ist auch ein faszinierendes Beispiel für die kulturelle Rezeption exotischer Einflüsse in der europäischen Musik. Inspiriert durch den Auftritt indischer Bajaderen in Wien, schuf Lanner ein Werk, das bis heute durch seine rhythmische Vitalität und melodische Eingängigkeit besticht. Die Bearbeitung für Blasorchester durch Stefan Ebner hat dem Stück eine neue Klangdimension verliehen und es für die moderne Aufführungspraxis zugänglich gemacht. Dieser Aufsatz beleuchtet die Entstehungsgeschichte, den kulturellen Hintergrund, die musikalische Struktur des Originalwerks sowie die Besonderheiten der Bearbeitung durch Ebner.

Entstehungsgeschichte und kultureller Kontext

Josef Lanner komponierte den Malapou Galopp im Jahr 1839, einem Zeitpunkt, an dem Wien als kulturelles Zentrum Europas eine besondere Offenheit für exotische Einflüsse zeigte. Den unmittelbaren Anstoß für die Komposition gab eine Reihe von Vorstellungen indischer Bajaderen, die im Sommer 1839 in der österreichischen Hauptstadt gastierten. Diese Tänzerinnen, die als Priesterinnen der Pagode von Tindivina-Purum galten, präsentierten eine Zeremonie, die laut der Theaterzeitung vom 15. Juli 1839 die Freude der Schäfer und Schäferinnen bei der Rückkehr des Frühlings symbolisierte. Der Tanz war der Göttin des Ackerbaus, Bounudivi, gewidmet und wurde in Wien als faszinierendes, fremdartiges Spektakel wahrgenommen.

Lanner griff diese Motive auf und schuf mit dem Malapou Galopp ein Werk, das die exotische Atmosphäre der indischen Tänze mit der lebendigen Tradition der Wiener Tanzmusik verband. Die Uraufführung fand vermutlich am 16. Januar 1840 in den "Localitäten zur Goldenen Birn"statt. Damit wurde der Galopp zu einem frühen Beispiel für die Integration nicht-europäischer kultureller Elemente in die klassische Musik Wiens.

Musikalische Analyse des Originalwerks

Der Malapou Galopp ist durch ein schwungvolles Tempo und einen heiteren, mitreißenden Charakter geprägt. Typisch für Lanners Kompositionen ist die Betonung des rhythmischen Drangs, der den Hörer unmittelbar zum Tanzen animiert. Das Stück folgt der Tradition des Wiener Galopps, der sich durch klare Melodieführung, dynamische Instrumentierung und eine lebendige Basslinie auszeichnet.

Die harmonische Struktur des Werks ist einfach, aber wirkungsvoll: Lanner setzt auf eingängige Kadenzfolgen und eine pulsierende Begleitung, die den Galopprhythmus unterstreicht. Besonders auffällig sind die Verwendung von Trommelwirbeln und die akzentuierten Einsätze der Bläser, die dem Stück seine unverkennbare Energie verleihen. Die Melodie selbst ist leicht memorierbar und trägt maßgeblich zur Popularität des Werks bei. Insgesamt zeigt der Malapou Galopp Lanners Fähigkeit, volkstümliche Motive mit künstlerischem Anspruch zu verbinden und damit ein Stück zu schaffen, das sowohl unterhaltend als auch musikalisch anspruchsvoll ist.

Die Bearbeitung für Blasorchester durch Stefan Ebner

Stefan Ebner hat den Malapou Galopp für Blasorchester bearbeitet und dabei die charakteristischen Merkmale des Originalwerks bewahrt, gleichzeitig aber die klanglichen Möglichkeiten eines modernen Blasorchesters genutzt. Ebners Bearbeitung hebt insbesondere die folgenden Aspekte hervor:

Die Instrumentierung nutzt die gesamte Klangpalette eines Blasorchesters, von den tiefen Registern der Tuba bis zu den hellen Klängen der Piccoloflöte. Während die Holzbläser oft die Melodieführung übernehmen, sorgen die Blechbläser für die notwendige rhythmische Prägnanz und dynamische Akzentuierung. Ebner hat die dynamischen Kontraste des Originals verstärkt, um die lebendige Tanzcharakteristik noch deutlicher herauszustellen. Die Artikulation ist präzise und betont die rhythmische Struktur, was dem Stück zusätzliche Energie verleiht.

Ferner berücksichtigt die Bearbeitung die technischen Möglichkeiten heutiger Blasorchester und ermöglicht eine flexible Besetzung, ohne den ursprünglichen Charakter des Werks zu verfälschen. Ebners Version ist somit nicht nur eine treue Übertragung des Originals, sondern auch eine künstlerische Weiterentwicklung, die den Malapou Galopp für die moderne Blasmusikszene zugänglich macht.

Kulturelle und historische Bedeutung

Der Malapou Galopp ist ein bezeichnendes Beispiel für die kulturelle Offenheit der Wiener Musikszene des 19. Jahrhunderts. Die Rezeption indischer Tänze und die Integration exotischer Motive in die europäische Musik zeigen, wie Kunst als Brücke zwischen verschiedenen Kulturen fungieren kann. Lanners Werk ist somit nicht nur ein musikalisches Dokument, sondern auch ein Zeugnis der globalen Vernetzung im 19. Jahrhundert.

Die Bearbeitung durch Stefan Ebner unterstreicht die Aktualität des Werks und seine Anpassungsfähigkeit an verschiedene musikalische Kontexte. Sie ermöglicht es Blasorchestern, ein Stück der Wiener Klassik in ihr Repertoire aufzunehmen und damit die Tradition der Tanzmusik lebendig zu halten. Der Malapou Galopp bleibt somit ein wichtiges Dokument der Wiener Tanztradition und ein Beispiel für die künstlerische Integration fremder Einflüsse in die europäische Musik.

Josef Lanners Malapou Galopp op. 148/1 ist ein faszinierendes Werk, das die kulturelle Begegnung zwischen Europa und Asien auf musikalische Weise festhält. Die Komposition verbindet den typischen Schwung der Wiener Tanzmusik mit exotischen Klängen und Rhythmen und zeigt Lanners Fähigkeit, fremde Einflüsse in die heimische Musiksprache zu integrieren. Die Bearbeitung durch Stefan Ebner hat dem Stück eine neue Klangdimension verliehen und es für Blasorchester zugänglich gemacht, ohne dabei den ursprünglichen Charme zu verlieren. Als Teil des musikalischen Erbes des 19. Jahrhunderts bleibt der Malapou Galopp ein bedeutendes Dokument der Wiener Tanztradition und ein Beispiel für die künstlerische Bereicherung durch kulturellen Austausch.

Text: musicainfo.net (KI)

Quellen/Sources:
Lanner (Works) pdf
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