Musikverlag Kliment
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Medeazza-Marsch (28er Regimentsmarsch) - klicken für größeres Bild
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Medeazza-Marsch (28er Regimentsmarsch) - Notenbeispiel
Notenbeispiel
Titel Medeazza-Marsch (28er Regimentsmarsch)
Kategorie Blasorchester/HaFaBra
Unterkategorie Strassenmarsch
Besetzung Ha (Blasorchester)
Besetzungsart/Infos MBF (Marschbuch-Format)
Format/Umfang DirStm (Direktionsstimme und Stimmen)
Verlags-Artikelnr. KL 549
Doppelnummer/Set Gieslingen Marsch (16er Regimentsmarsch)
Erscheinungsjahr 1941
Verkaufspreis 36,00 EUR (inkl. 10 % österr. USt.)
Komponist Hüttisch, Franz Anton
Arrangeur Kliment, Hans
Schwierigkeitsgrad 2
Dauer 3:30
Zusatzinfo/Inhalt Der Medeazza-Marsch, ein klassischer österreichischer Militärmarsch, wurde im 19. Jahrhundert von Franz Anton Hüttisch für das k.u.k. Infanterieregiment Nr. 28 komponiert und später von Hans Kliment für moderne Blasorchester bearbeitet. Der im 2/4-Takt gehaltene Marsch besticht durch eine klare Dreiteiligkeit und eine prägnante Melodieführung, die ihn für Aufmärsche und Konzerte geeignet macht. Ursprünglich zur Truppenmotivation und Identitätsstiftung genutzt, bleibt der Marsch bis heute ein zentraler Bestandteil der Blasmusikszene, insbesondere in Österreich und Süddeutschland.
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Der Medeazza-Marsch – Entstehung, musikalische Bedeutung und historische Einordnung

Der Medeazza-Marsch, auch als 28er Regimentsmarsch bekannt, zählt zu den bedeutendsten Werken der österreichischen Militärmusiktradition. Komponiert von Franz Anton Hüttisch und später für moderne Blasorchester bearbeitet von Hans Kliment, verkörpert dieser Marsch sowohl die musikalische Handwerkskunst des 19. Jahrhunderts als auch die Anpassungsfähigkeit klassischer Militärmusik an zeitgenössische Aufführungspraktiken. Der folgende Aufsatz beleuchtet die Entstehungsgeschichte, die musikalischen Merkmale, die historische Rolle des 28. Infanterieregiments sowie die Biografien der beteiligten Musiker.

• Entstehungsgeschichte des Medeazza-Marsches

Der Medeazza-Marsch wurde von Franz Anton Hüttisch komponiert, einem Kapellmeister, der im 20. Jahrhundert die Musikkapelle der Alpenjäger in Salzburg leitete. Der Marsch entstand als Regimentsmarsch für das k.u.k. Infanterieregiment „Viktor Emanuel III. König von Italien“ Nr. 28, das im Jahr 1698 gegründet wurde und zu Beginn des Ersten Weltkriegs in Galizien eingesetzt war. Der Name „Medeazza“ bezieht sich vermutlich auf eine historische Persönlichkeit oder einen Ort, der mit dem Regiment in Verbindung stand, wobei die genaue Herkunft des Namens nicht abschließend geklärt ist.

Die Bearbeitung durch Hans Kliment im 20. Jahrhundert ermöglichte die Aufführung des Marsches durch moderne Blasorchester. Kliment, ein renommierter Arrangeur, passte das Werk an die Klangvorstellungen und instrumentalen Möglichkeiten seiner Zeit an, ohne die charakteristische Marschstruktur zu verändern. Seine Bearbeitung ist bis heute eine der meistgespielten Fassungen des Marsches in der Blasmusikszene.

• Musikalische Merkmale

Der Medeazza-Marsch ist ein klassischer Militärmarsch im 2/4-Takt, der durch folgende Merkmale geprägt ist:

- Die Instrumentierung war ursprünglich für ein Militärblasorchester konzipiert und umfasst Holz- und Blechblasinstrumente sowie Schlagwerk. Die Bearbeitung von Kliment berücksichtigt die typische Besetzung moderner Blasorchester.

- In formaler Hinsicht folgt der Marsch der traditionellen Dreiteiligkeit mit einem markanten Hauptthema, einem kontrastierenden Trio und einer Reprise. Der Marsch zeichnet sich durch eine energievolle Melodieführung und rhythmische Prägnanz aus, die ihn besonders für Aufmärsche und Konzertaufführungen geeignet macht.

Die Bearbeitung von Kliment ist als mittelschwer eingestuft und eignet sich somit für fortgeschrittene Laien- und Profiorchester.

• Historische Einordnung und Bedeutung des 28. Infanterieregiments

Das k.u.k. Infanterieregiment Nr. 28 wurde 1698 gegründet und war Teil der Gemeinsamen Armee Österreich-Ungarns. Es trug den Namen „Viktor Emanuel III. König von Italien“ und war zu Beginn des Ersten Weltkriegs in Galizien stationiert. Das Regiment nahm an zahlreichen Feldzügen teil und war ein wichtiger Bestandteil der habsburgischen Militärmacht.

Die Militärmusik spielte im 19. und frühen 20. Jahrhundert eine zentrale Rolle in der Truppenmotivation und Repräsentation. Regimentsmärsche wie der Medeazza-Marsch dienten nicht nur der musikalischen Untermalung von Aufmärschen, sondern auch der Identitätsstiftung innerhalb der Einheit. Die Tradition dieser Märsche lebt bis heute in der Blasmusikszene weiter, insbesondere in Österreich und Süddeutschland, wo sie als Teil des kulturellen Erbes gepflegt werden.

• Biografien der Komponisten und Bearbeiter

- Franz Anton Hüttisch (19. Jahrhundert): Franz Anton Hüttisch war ein österreichischer Kapellmeister und Komponist, der vor allem durch seine Tätigkeit bei der Musikkapelle der Alpenjäger in Salzburg bekannt wurde. Über sein Leben und sein Gesamtwerk ist nur wenig dokumentiert, doch seine Märsche – darunter der Medeazza-Marsch – gelten als bedeutende Beiträge zur österreichischen Militärmusik. Hüttischs Kompositionen sind geprägt von einer klaren melodischen Struktur und einer zweckdienlichen Instrumentierung, die den Anforderungen militärischer Aufführungen gerecht wurde.

- Hans Kliment (1877–1951): Hans Kliment war ein österreichischer Dirigent, Komponist und Arrangeur, der in Wien wirkte. Er leitete sowohl Unterhaltungs- als auch Blasorchester und gründete 1928 einen eigenen Musikverlag. Kliment war bekannt für seine Bearbeitungen klassischer Werke für Blasorchester, darunter der Radetzky-Marsch und das Altniederländische Dankgebet. Seine Arrangements zeichnen sich durch eine klare Klangbalance und eine praktische Anpassung an moderne Orchesterbesetzungen aus. Kliments Bearbeitung des Medeazza-Marsches ist bis heute eine der Standardfassungen für Blasorchester.

• Der Medeazza-Marsch steht exemplarisch für die Verbindung von militärischer Tradition und musikalischer Kunst. Als Regimentsmarsch des 28. Infanterieregiments verkörpert er die Geschichte der k.u.k. Armee, während seine Bearbeitung durch Hans Kliment die Anpassungsfähigkeit klassischer Militärmusik an moderne Aufführungspraktiken demonstriert. Bis heute ist der Marsch ein fester Bestandteil des Repertoires vieler Blasorchester und wird sowohl bei historischen Anlässen als auch bei modernen Konzertprogrammen aufgeführt. •

Text: musicainfo.net (KI)

Quellen/Sources:
Anzenberger: Zum 150. Geburtstag von Militärkapellmeister Franz Anton Hüttisch
Wikipedia: k.u.k. Infanterieregiment „Viktor Emanuel III. König von Italien“ Nr. 28

Tags:

Repertorium der Märsche
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Format/Umfang EUR
Medeazza-Marsch (28er Regimentsmarsch) - hier klicken Medeazza-Marsch (28er Regimentsmarsch) (Blasorchester), Direktionsstimme und Stimmen 36,00
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