Musikverlag Kliment
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Musik, Musik (Muziky, Muziky) - klicken für größeres Bild
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Titel Musik, Musik (Muziky, Muziky)
Kategorie Blasorchester/HaFaBra
Unterkategorie Strassenmarsch
Besetzung Ha (Blasorchester)
Besetzungsart/Infos MBF (Marschbuch-Format)
Format/Umfang DirStm (Direktionsstimme und Stimmen)
Verlags-Artikelnr. KL 1036a
Doppelnummer/Set Unter der Mühle (Pode mlejnem)
Verkaufspreis 36,00 EUR (inkl. 10 % österr. USt.)
Komponist Kmoch, Frantisek
Arrangeur Kliment, Hans
Schwierigkeitsgrad 1
Selbstwahlliste-Grad A1 (Einstufung Österreich Stufe A); PWM-at (Literaturliste Polka, Walzer, Marsch)
Tonbeispiel
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Muziky, Muziky von František Kmoch – Analyse und Bedeutung der Bearbeitung für Blasorchester durch Hans Kliment

Die Komposition *Muziky, Muziky* (übersetzt: *Musik, Musik*) des tschechischen Komponisten František Kmoch zählt zu den bekanntesten Werken der böhmisch-mährischen Blasmusiktradition. Kmoch, der von 1848 bis 1912 lebte, war nicht nur Komponist, sondern auch Dirigent und prägte mit seinen lebendigen Märschen die Blasmusik des 19. und frühen 20. Jahrhunderts. *Muziky, Muziky* entstand in einer Epoche, in der Märsche sowohl militärische als auch gesellschaftliche Funktionen erfüllten. Das Stück ist bis heute ein fester Bestandteil des Repertoires vieler Blasorchester und wird häufig bei Festumzügen, Konzerten und Wettbewerben aufgeführt.

Eine besondere Rolle in der Rezeption des Werkes spielt die Bearbeitung durch Hans Kliment (sen.), einen bedeutenden österreichischen Dirigenten und Arrangeur. Kliment, der von 1877 bis 1951 lebte, leitete in Wien Unterhaltungs- und Blasorchester und war bekannt für seine Fähigkeit, komplexe Kompositionen so zu arrangieren, dass sie auch von weniger erfahrenen Ensembles gespielt werden konnten. Sein Sohn, Hans Kliment (jun.), setzte diese Tradition fort und erweiterte das Repertoire für Blasorchester durch eigene Kompositionen und Bearbeitungen.

• Musikalische Merkmale des Originalwerks

František Kmochs *Muziky, Muziky* ist ein typischer Konzertmarsch mit klaren musikalischen Merkmalen. Der Marsch zeichnet sich durch eine prägnante, mitreißende Rhythmusik aus. Die Betonung liegt auf dem ersten und dritten Schlag, was dem Stück seinen treibenden Charakter verleiht. Die Melodie ist eingängig und volksliedhaft, mit deutlichen böhmischen Einflüssen. Sie ist so konzipiert, dass sie sowohl von Instrumentalsolisten als auch vom gesamten Ensemble getragen werden kann.

Die Instrumentierung des Originalwerks sieht ein klassisches Blasorchester vor, das aus Holz- und Blechblasinstrumenten sowie Schlagzeug besteht. Besonders die Blechbläser, wie Trompeten, Posaunen und Tuben, prägen den Klang durch fanfarenartige Passagen. Kmoch nutzt kontrastreiche Dynamik, die von kraftvollen *fortissimo*-Stellen bis zu lyrischen *piano*-Passagen reicht. Zudem setzt er gezielt Staccato- und Legato-Artikulation ein, um Spannung und Abwechslung zu erzeugen.

Die Bearbeitung durch Hans Kliment

Hans Kliment (sen.) bearbeitete *Muziky, Muziky* für Blasorchester mit dem Ziel, das Werk für ein breiteres Publikum und Ensembles mit unterschiedlichen Spielstärken zugänglich zu machen. Seine Bearbeitung zeichnet sich durch mehrere Aspekte aus: Kliment vereinfachte technische Passagen, ohne die musikalische Substanz zu verändern. Dies ermöglichte es auch weniger geübten Blasorchestern, das Stück zu spielen, ohne den charakteristischen Klang zu verlieren.

Darüber hinaus erweiterte Kliment die Klangfarben des Werkes durch gezielte Umverteilung der Stimmen und Hinzufügung von Kontrapunkten in den Mittelstimmen, wie Klarinetten und Hörnern. Dadurch schuf er eine klanglich ausgewogenere Version, die den Originalcharakter bewahrt, aber moderner wirkt. Ein weiterer Vorteil der Bearbeitung ist die flexible Besetzung, die alternative Stimmen für Instrumente vorsieht, die in kleineren Ensembles nicht besetzt sind. Dies erhöht die Praktikabilität des Werkes für verschiedene Orchestergrößen.

• Bedeutung in der Blasmusiktradition

*Muziky, Muziky* ist nicht nur ein musikalisches, sondern auch ein kulturelles Phänomen. Der Marsch verkörpert die lebendige Tradition der böhmisch-mährischen Blasmusik, die durch ihre rhythmische Vitalität und melodische Eingängigkeit besticht. Die Bearbeitung durch Hans Kliment unterstreicht die Anpassungsfähigkeit und Universalität des Werkes und zeigt, wie traditionelle Märsche durch Arrangements für neue Generationen von Musikern erhalten und weiterentwickelt werden können.

In der Blasmusikszene wird der Marsch häufig als Eröffnungs- oder Abschlussstück bei Konzerten gespielt. Seine Popularität liegt in der Kombination aus technischer Machbarkeit, musikalischer Qualität und emotionaler Wirkung. Zudem dient er als Schulungsstück für junge Musiker, da er grundlegende marschtypische Spieltechniken vermittelt.

• František Kmochs *Muziky, Muziky* ist ein Meisterwerk der Blasmusik, das durch seine klare Struktur, eingängige Melodien und kulturelle Verwurzelung besticht. Die Bearbeitung von Hans Kliment hat maßgeblich dazu beigetragen, das Stück für ein breites Spektrum an Blasorchestern spielbar zu machen, ohne seinen ursprünglichen Charakter zu verlieren. Beide, Komponist und Arrangeur, stehen exemplarisch für die Tradition und Innovation in der Blasmusik, die bis heute lebendig ist. •

Text: musicainfo.net (KI)

Tags:

Repertorium der Märsche
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