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Pannonische Suite (Suite #2) - klicken für größeres Bild
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Pannonische Suite (Suite #2) - Notenbeispiel
Notenbeispiel
Titel Pannonische Suite (Suite #2)
Kategorie Blasorchester/HaFaBra
Unterkategorie Suite
Besetzung Ha (Blasorchester)
Format/Umfang PrtStm (Partitur und Stimmen)
Verlags-Artikelnr. KL 1386
Verkaufspreis 79,00 EUR (inkl. 10 % österr. USt.)
Komponist Hausl, Johann
Werkeverzeichnis Op.118
Schwierigkeitsgrad 3
Selbstwahlliste-Grad A3 (Einstufung Österreich Stufe C)
Dauer 5:20
Zusatzinfo/Inhalt Die „Pannonische Suite“ op. 118 von Johann Hausl ist ein etwa fünf einhalb Minuten dauerndes Werk für Blasorchester, das in drei Sätzen musikalische Eindrücke des pannonischen Raums um den Neusiedlersee verarbeitet. Der erste Satz, „Marcia“, ist ein Marsch im burgenländischen Stil, der durch einen markanten Rhythmus und Turmbläsermotive geprägt ist. Der zweite Satz, „Idylle“, bildet einen Kontrast und zeichnet ein ruhiges, meditatives Bild der pannonischen Landschaft. Der dritte Satz, „Finale“, ist eine lebhafte Polka, die traditionelle und moderne Stilelemente verbindet und mit rhythmischer Witzigkeit und virtuosen Passagen aufwartet.

(© musicainfo.net)
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Programmnotizen: Ergänzungstext

Pannonien: Historische und kulturelle Bedeutung sowie musikalische Umsetzung in der „Pannonischen Suite“ op. 118 von Johann Hausl

Pannonien ist eine historische Landschaft in Mitteleuropa, die sich über Teile der heutigen Länder Österreich, Ungarn, Slowenien, Kroatien, Serbien, Bosnien-Herzegowina und Slowakei erstreckt. Besonders prägend für diese Region ist die pannonische Tiefebene, die durch weite, flache Landschaften und ein mildes Klima gekennzeichnet ist. Der Name Pannonien leitet sich von der gleichnamigen römischen Provinz ab, die im 1. Jahrhundert n. Chr. gegründet wurde und bis ins 5. Jahrhundert bestand. In dieser Zeit entwickelte sich die Region zu einem kulturellen Schmelztiegel, in dem sich Einflüsse der Kelten, Römer, Hunnen und Germanen vermischten. Die Hunnen besetzten Pannonien im 5. Jahrhundert und hinterließen Spuren, die bis heute nachwirken.

Im 18. Jahrhundert erlebte die Region um den Neusiedlersee eine kulturelle Blütezeit. Wirtschaftlicher Aufschwung, die Ansiedlung neuer Bevölkerungsgruppen und die Entwicklung eines reichen Brauchtums prägten diese Epoche. Bis heute wird das kulturelle Erbe aktiv gepflegt, etwa durch traditionelle Feste, Musik und Tanz. Besonders charakteristisch für die pannonische Kultur ist die Volksmusik, die sich in Marschrhythmen, lyrischen Melodien und lebhaften Tänzen wie der Polka äußert.

Die „Pannonische Suite“ op. 118 von Johann Hausl: Analyse und musikalische Umsetzung

Die „Pannonische Suite“ op. 118, auch als „Suite Nr. 2“ bekannt, ist ein etwa fünf einhalb Minuten dauerndes Werk für Blasorchester, das von Johann Hausl komponiert wurde. Das Stück verarbeitet in drei Sätzen musikalische Eindrücke des pannonischen Raums um den Neusiedlersee. Hausl greift dabei auf traditionelle Elemente der burgenländischen Volksmusik zurück und verbindet sie mit modernen Klangfarben.

1. „Marcia“ – Burgenländisch-volkstümlicher Marsch: Der erste Satz, betitelt „Marcia“, ist ein Marsch im typisch burgenländischen Stil. Er zeichnet sich durch einen markanten Rhythmus aus, der an traditionelle Blasmusik erinnert. Besonders hervorzuheben ist die Verwendung von Turmbläsermotiven, die auf die historische Bedeutung von Türmen und Festungen in der Region verweisen. Der Marsch ist straff strukturiert und vermittelt eine festliche, fast feierliche Stimmung, die an lokale Feste und Umzüge erinnert.

2. „Idylle“ – Stimmungsbild der pannonischen Tiefebene: Der zweite Satz, „Idylle“, bildet einen Kontrast zum Marsch und zeichnet ein ruhiges, fast meditatives Bild der pannonischen Landschaft. Die Musik ist geprägt von weichen Klangflächen, sanften Melodien und einer harmonischen Instrumentierung, die die Weite und Gelassenheit der Tiefebene widerspiegeln. Hausl nutzt hier besonders die Klangmöglichkeiten des Blasorchesters, um eine atmosphärische Dichte zu erzeugen, die an die Stille der Abenddämmerung über den Weingärten und Schilfgürteln erinnert.

3. „Finale“ – Rhythmisch-witzige Polka mit historischen Anklängen: Das „Finale“ ist eine lebhafte Polka, die mit rhythmischer Witzigkeit und virtuosen Passagen aufwartet. Hausl integriert hier nicht nur typische Polka-Elemente, sondern auch Anklänge an Big-Band-Musik und ein Turmbläsermotiv, das auf das Jahr 1741 verweist. Dieser Rückblick könnte als Hommage an die kulturelle Blütezeit Pannoniens im 18. Jahrhundert verstanden werden. Die Verbindung von traditionellen und modernen Stilelementen macht diesen Satz zu einem gelungenen Abschluss der Suite, der die Vielfalt der pannonischen Musiktradition unterstreicht.

Die „Pannonische Suite“ von Johann Hausl ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie regionale Musiktraditionen in einer zeitgenössischen Komposition aufgegriffen und neu interpretiert werden können. Durch die Verbindung von Marsch, Idylle und Polka gelingt es Hausl, die kulturelle und landschaftliche Vielfalt Pannoniens musikalisch erfahrbar zu machen. Das Werk eignet sich besonders für Blasorchester, die traditionelle und moderne Elemente verbinden möchten, und stellt eine Bereicherung für das Repertoire der Blasmusik dar.

Text: musicainfon.net (KI)

Quellen/Sources:
Burgenland: Neusiedlersee - Kulturelles Erbe

Tags:

Länder und Städte

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