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Liechtenstein Marsch - klicken für größeres Bild
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Liechtenstein Marsch - Notenbeispiel
Notenbeispiel
Titel Liechtenstein Marsch
Kategorie Blasorchester/HaFaBra
Unterkategorie Konzertmarsch
Besetzung Ha (Blasorchester)
Format/Umfang PrtStm (Partitur und Stimmen)
Verlags-Artikelnr. KL 2295
Erscheinungsjahr 2019
Verkaufspreis 85,00 EUR (inkl. 10 % österr. USt.)
Komponist Strauss, Josef
Arrangeur Totzauer, Michael
Werkeverzeichnis op. 36
Schwierigkeitsgrad 3
Dauer 03:10
Zusatzinfo/Inhalt Im Mai 1857 fand anlässlich des 50-jährigen Bestehens der kaiserlich-königlichen Landwirtschaftsgesellschaft in Wien ein Konzert statt. Das Orchester wurde von Josef Strauss dirigiert, der zu diesem Anlass einen Marsch komponiert hatte, der dem Präsidenten des Vereins, Fürst Alois von Liechtenstein, gewidmet war. Eine zeitgenössische Zeitung lobt die Aufführung "von Edelsteinen aus den Kompositionen der Familie Strauss und insbesondere des eigens komponierten 'Liechtenstein Marsch', der durch Vitalität, Beweglichkeit und Charme ausgezeichnet und den Komponisten mit frischen Lorbeeren überzogen wurde."

(© Kliment Musikverlag)
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Programmnotizen: Ergänzungstext

Der Liechtenstein Marsch op. 36 von Josef Strauss: Entstehungsgeschichte, historische Rezeption und moderne Bearbeitung für Blasorchester

Der "Liechtenstein Marsch" op. 36 von Josef Strauss zählt zu den bedeutendsten Werken des 19. Jahrhunderts im Genre der Konzertmärsche. Komponiert im Jahr 1857, entstand das Stück anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der kaiserlich-königlichen Landwirtschaftsgesellschaft in Wien und wurde Fürst Alois von Liechtenstein gewidmet. Die Uraufführung unter der Leitung des Komponisten selbst markierte einen Höhepunkt der Wiener Musikszene und unterstrich die enge Verbindung zwischen der Strauss-Dynastie und dem aristokratischen Mäzenatentum. Dieser Artikel beleuchtet die Entstehungsgeschichte, die zeitgenössische Rezeption sowie die Bedeutung der modernen Bearbeitung durch Michael Totzauer für Blasorchester.

• Entstehungsgeschichte und Widmung

Josef Strauss, Sohn von Johann Strauss (Vater) und Bruder von Johann Strauss (Sohn), komponierte den "Liechtenstein Marsch op. 36" im Jahr 1857. Anlass war das 50-jährige Bestehen der kaiserlich-königlichen Landwirtschaftsgesellschaft in Wien, einer Institution von großer gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Bedeutung. Das Werk wurde Fürst Alois von Liechtenstein gewidmet, der als Präsident der Gesellschaft fungierte. Diese Widmung war nicht nur eine Ehrung, sondern auch ein Zeichen der Wertschätzung für das Engagement des Fürsten im kulturellen und landwirtschaftlichen Leben Wiens.

Die Uraufführung fand im Mai 1857 statt und wurde von Josef Strauss selbst dirigiert. Zeitgenössische Berichte betonen die "Vitalität, Beweglichkeit und den melodischen Charme" des Marsches, der sich durch eine lebendige Rhythmik und eingängige Themen auszeichnet. Der Marsch wurde schnell zu einem beliebten Repertoirestück und festigte den Ruf Josef Strauss’ als begabter Komponist von Tanz- und Marschmusik.

• Zeitgenössische Rezeption

Die Rezeption des "Liechtenstein Marsches" in der Wiener Presse war durchweg positiv. Eine zeitgenössische Zeitung lobte die Aufführung als „Gipfelpunkt des Abends“ und hob die frische und ansprechende Gestaltung des Werkes hervor. Besonders gewürdigt wurden die melodische Vielfalt und die rhythmische Prägnanz, die den Marsch sowohl für Konzertaufführungen als auch für gesellschaftliche Anlässe geeignet machten.

Die Verbindung von Festlichkeit und musikalischer Qualität machte den Marsch zu einem Symbol für die Wiener Musiktradition des 19. Jahrhunderts. Die Widmung an Fürst Alois von Liechtenstein unterstrich zudem die enge Beziehung zwischen der Strauss-Familie und dem Adel, die für die kulturelle Blüte Wiens in dieser Epoche charakteristisch war.

Die moderne Bearbeitung von Michael Totzauer

Die Bearbeitung des Liechtenstein Marsches für Blasorchester durch Michael Totzauer ermöglicht eine zeitgemäße Interpretation des Werkes, die den Anforderungen moderner Klangkörper gerecht wird. Totzauers Arrangement ist für Blasorchester in einem mittleren bis anspruchsvollen Schwierigkeitsgrad konzipiert und bewahrt dabei die charakteristischen Elemente des Originals – wie die markanten Melodien und die rhythmische Prägnanz.

Die Bearbeitung nutzt die Klangfülle und Dynamik eines modernen Blasorchesters und erweitert so die Aufführungsmöglichkeiten des Marsches. Sie macht das Werk nicht nur für traditionelle Orchester, sondern auch für Blasmusikkapellen und Konzertorchester zugänglich. Totzauers Version trägt dazu bei, den "Liechtenstein Marsch" als lebendiges Konzertstück zu erhalten und für heutige Musiker und Zuhörer erlebbar zu machen.

• Historische und musikalische Bedeutung

Der "Liechtenstein Marsch op. 36" ist nicht nur ein Beispiel für die musikalische Handschrift Josef Strauss’, sondern auch ein Dokument der kulturellen und gesellschaftlichen Bedeutung der Strauss-Dynastie im Wien des 19. Jahrhunderts. Die Widmung an Fürst Alois von Liechtenstein verdeutlicht die Verbindung zwischen Musik und aristokratischem Mäzenatentum, die für die Wiener Musikszene dieser Zeit prägend war.

Die **zeitgenössische Rezeption** betonte die gelungene Verbindung von Festlichkeit und musikalischer Qualität, was den Marsch zu einem dauerhaften Bestandteil des klassisch-romantischen Repertoires machte. Die moderne Bearbeitung von Michael Totzauer unterstreicht die anhaltende Popularität des Werkes und zeigt, wie historische Kompositionen durch zeitgemäße Arrangements neu interpretiert werden können.

• Der Liechtenstein Marsch op. 36 von Josef Strauss bleibt ein bedeutendes Werk der Wiener Marschtradition. Seine Entstehungsgeschichte, die Widmung an Fürst Alois von Liechtenstein und die positive zeitgenössische Rezeption spiegeln die kulturelle Blüte des 19. Jahrhunderts wider. Die Bearbeitung von Michael Totzauer für Blasorchester trägt dazu bei, das Werk für heutige Musiker und Zuhörer lebendig zu halten. Sie verbindet historische Authentizität mit modernen klanglichen Möglichkeiten und unterstreicht die anhaltende Bedeutung des Marsches – sowohl als historisches Dokument als auch als lebendiges Konzertstück. •

Text: musicainfo.net (KI)

Quellen/Sources:
Dailymotion: Liechtenstein Marsch
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