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Städtebummel - Notenbeispiel
Notenbeispiel
Titel Städtebummel
Kategorie Blasorchester/HaFaBra
Unterkategorie Suite
Besetzung Ha (Blasorchester)
Format/Umfang PrtStm (Partitur und Stimmen)
Verlags-Artikelnr. DT100
Erscheinungsjahr 2006
Komponist Scherzer, Eduard
Schwierigkeitsgrad 2
Selbstwahlliste-Grad A2 (Einstufung Österreich Stufe B)
Dauer 6:00
Zusatzinfo/Inhalt Eduard Scherzers „Städtebummel“ ist eine gelungene musikalische Reise durch Europa, die durch ihre abwechslungsreiche Instrumentierung und atmosphärische Dichte besticht. Die Suite ist eine Bereicherung für jedes Blasorchester-Repertoire und bietet sowohl für Musiker als auch für Zuhörer ein abwechslungsreiches und unterhaltsames Erlebnis.

I. Wien
II. Madrid
III. Istanbul
IV. Warschau
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Programmnotizen: Ergänzungstext

Eduard Scherzer: „Städtebummel“ – Eine Suite für Blasorchester

Die Suite „Städtebummel“ des österreichischen Komponisten und Arrangeurs Eduard Scherzer (*1944) zählt zu den beliebten Werken der Blasorchesterliteratur. Mit einer Spieldauer von etwa sechs Minuten bietet die Suite eine musikalische Reise durch vier europäische Städte, die jeweils durch charakteristische Stile und Klangfarben dargestellt werden. Scherzer, der als Blasmusiker, Komponist und Verleger wirkte, schuf mit diesem Werk eine abwechslungsreiche und atmosphärisch dichte Komposition, die sowohl technisch als auch klanglich anspruchsvoll ist.

Aufbau und Charakter der Suite

Die Suite besteht aus vier Sätzen, die jeweils eine Stadt musikalisch porträtieren. Jeder Satz ist durch typische musikalische Stilelemente geprägt, die die Atmosphäre der jeweiligen Stadt einfangen.

1. Satz: Wien (Marsch – Walzer – Marsch): Der erste Satz beginnt mit einem Marsch, der in einen Wiener Walzer übergeht und schließlich wieder in einen Marsch mündet. Das Allegro non troppo und der 4/4-Takt mit einem Tempo von 120 Schlägen pro Minute verleihen dem Satz eine lebendige und tanzbare Dynamik.

Typisch für den Wiener Walzer sind die drehenden Melodien und der gleichmäßige, fließende Rhythmus. Die Instrumentierung nutzt die Klangfarben des Blasorchesters, um die Eleganz und den Schwung des Walzers zu unterstreichen. Der Satz vermittelt die heitere und festliche Stimmung Wiens, wie sie in traditionellen Bällen und Kaffeehäusern erlebt wird.

2. Satz: Madrid (Paso Doble): Der zweite Satz ist ein Paso Doble, ein spanischer Tanz, der durch seinen dramatischen Charakter und den militärischen Marschrhythmus geprägt ist. Das Tempo von 120 Schlägen pro Minute unterstreicht die Energie und den feurigen Stil dieses Tanzes.

Der Paso Doble ist bekannt für seine stakkatoartigen Rhythmen, die an den Einmarsch eines Stierkämpfers erinnern. Die Melodie ist oft fanfarenartig und wird von markanten Trommelwirbeln begleitet. Der Satz vermittelt die leidenschaftliche und feurige Atmosphäre Spaniens, insbesondere die Dramatik einer Stierkampfarena.

3. Satz: Istanbul (Andante sostenuto e cantabile): Der dritte Satz, Istanbul, ist ein langsamer, gesanglicher Satz im 2/4-Takt mit einem Tempo von 76 Schlägen pro Minute. Die Bezeichnung Andante sostenuto e cantabile weist auf eine ruhige, fließende und melodische Gestaltung hin.

Hier dominieren orientalisch anmutende Melodien und chromatische Läufigkeiten, die an die Klangwelt der türkischen Musik erinnern. Die Instrumentierung nutzt oft weiche Klangfarben, um eine mystische und kontemplative Stimmung zu erzeugen. Der Satz vermittelt die exotische und besinnliche Atmosphäre Istanbuls, mit Anklängen an die traditionelle Musik des Orients.

4. Satz: Warschau (Klezmermusik): Der vierte Satz ist der Klezmermusik gewidmet, einem musikalischen Stil, der aus der jüdischen Tradition Osteuropas stammt. Das Tempo von 120 Schlägen pro Minute und der 4/4-Takt verleihen dem Satz eine lebhafte und tanzbare Dynamik.

Typisch für Klezmermusik sind synkopierte Rhythmen, expressiv gespielte Melodien und improvisatorische Elemente. Die Instrumentierung nutzt die Klangvielfalt des Blasorchesters, um die freudige und melancholische Stimmung der Klezmermusik einzufangen. Der Satz vermittelt die lebendige und kulturell reiche Atmosphäre Warschaus, insbesondere die Traditionen der jüdischen Gemeinschaft.

Die technische Umsetzung der Suite erfordert entsprechende dem Leistuniveau von den Musikerinnen und Musikern eine hohe Präzision und stilistische Vielfalt. Die wechselnden Tempi und Charaktere der einzelnen Sätze stellen unterschiedliche Herausforderungen an Atmung, Artikulation und Dynamik. Insbesondere die authentische Wiedergabe der spezifischen musikalischen Stilrichtungen setzt ein fundiertes Verständnis der jeweiligen historischen und kulturellen Hintergründe voraus. Für Dirigentinnen und Dirigenten bietet „Städtebummel“ somit nicht nur eine attraktive Ergänzung des Repertoires, sondern auch eine Möglichkeit, das Klangbild ihres Ensembles in vielfältigen Facetten auszubilden. Die flexible Instrumentierung erlaubt es, die Suite an verschiedene Besetzungen anzupassen, wodurch sie sowohl für kleinere Blasorchester als auch für größere Klangkörper geeignet ist.

Die Suite „Städtebummel“ ist ein typisches Beispiel für Scherzers handwerklich solides und klanglich farbenreiches Schaffen. Sie eignet sich besonders für mittlere bis fortgeschrittene Blasorchester, da sie sowohl technisch als auch musikalisch anspruchsvoll ist. Durch die Vielfalt der Stile bietet die Suite eine willkommene Abwechslung im Konzertprogramm und ermöglicht es, verschiedene Klangfarben und Spieltechniken zu präsentieren.

Text: musicainfo.net (KI)

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Format/Umfang EUR
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